Aktuelle Ausgabe 04/2010


Gartenmessen | Gartenfestivals
Salone Internazionale del Mobile/Fuori Salone
Vom 13. bis zum 19. April war es wieder so weit. Die alljährliche Mailänder Möbelmesse „Salone Internazionale del Mobile“ und die diese begleitende Design-Woche „Fuori Salone“ lockte die Besucher. Da die „Fuori Salone“ in der ganzen Stadt verteilt stattfindet, liegt es nahe, dass sich manche der Beiträge auch mi dem Außenraum beschäftigten. Melanie Müller hat sich umgesehen.
Geschützte Paradiese – Gärten der Landesgartenschau Hemer
Eine Sauna-Auße
nanlage, Bambuspergolen, „Bubiköpfchen“ als Bodendecker, Gabionen zum Sitzen oder Corten-Stahl als „Beetobjekte“ – die Besucher der Landesgartenschau Hemer müssen nur wenige Schritte gehen, um in völlig verschiedene Gartenwelten zu gelangen. Mit den Materialien und der Pflanzenauswahl geben Planer und Betriebe aus NRW viele Anregungen für den Hausgarten. Wasser und Wellness bleiben die Themen der Zeit für den privaten Wohlfühlraum im Freien.Journalistin Irene Seidle hat sich umgesehen, was die Kollegen in Hemer noch an Ideen hatten.
www.landessgartenschau-hemer.de
Gartenzimmer auf der Landesgartenschau Villingen-Schwenningen

Und auch in Baden-Württemberg lockt dieses Jahr eine Landesgartenschau. Villingen-Schwenningen, am Rand des mittleren Schwarzwalds gelegen, lädt ein unter dem Motto „Die Natur verbindet“. So wurde im Stadtbezirk Schwenningen aus alter Industriebrache der Neckarpark, der die Innenstadt mit dem Schwenninger Moos, einem Moor, verbindet. Neben dem neu geschaffenen Park und dem Landschaftsschutzgebiet besteht die von dem Garten- und Landschaftsarchitekten Stefan Fromm aus Dettenhausen geplante 24 Hektar große Schau auch aus einem alten Stadtpark mit einer 295 Meter langen Kastanienallee. In der aktuellen GartenDesign lenkt Journalistin Eva Maria Muhle den Blick auf die Gartenkabinette, die die Landschaftsarchitekten Orel plus Heidrich und Stefan Fromm planten.
www.lgs-vs2010.de
Entdeckertour
der Kabinettstückchen Die Landesgartenschau Aschersleben
Keine Gartenkabinette, sehr wohl aber eine Vielzahl an Kabinettstückchen machte Journalistin Iris Anger dagegen auf der Landesgartenschau in Aschersleben aus. Langweilig – so ihr Fazit – wird dabei wohl niemandem, vorausgesetzt man kennt die Geschichten, die hinter den einzelnen Beiträgen stehen. Der rote Faden ist dabei das Leben des Stadtsohnes und Universalgelehrten Adam Olearius, dessen Reisen unter anderem die Motive für einige der Themengärten lieferten. Ein Rundgang durch die mit 15 Hektar eher kleine Landesgartenschau, die sich aber allein schon durch ihre fünf verschiedenen Grünanlagen sehr vielfältig und bunt darstellt. So ist ein Netzwerk von innerstädtischen Grünanlagen entstanden.
www.landesgartenschauaschersleben2010.de
Gestalten mit Materialien
Glas in der zeitgenössischen Gartenarchitektur

Glas ist ein faszinierendes Material, das in den vergangenen Jahren zunehmend als Werkstoff in der modernen Gartenarchitektur an Bedeutung gewonnen hat. Die Verwendung von Glas als schönem Material mit eigener Wirkkraft war einer der Grundsätze des architektonischen Stils im 20. Jahrhundert. In der zeitgenössischen Gartenarchitektur findet eine Rückbesinnung auf die spezifische Materialsprache dieses Werkstoffes statt. Landschaftsarchitektin und Journalistin Andrea Christmann zeigt in ihrem Beitrag, wie sich mit Glas im Außenraum gestalten lässt.
Mehr St
ein als ScheinKarge und graue Betonwände finden sich fast überall, ob als Stützmauer im Garten, in Form von Garagenwänden oder als ganze Häuserfassaden. Im Laufe der Zeit setzen zudem Wind und Wetter der Optik zu. Seit Jahren bietet die Firma Flexstone ein Verfahren zur Verblendung von Wänden im Außen- und im Innenbereich an. Das Baumaterial ist ein Natursandstein, nur wenige Millimeter dick, das sich in nahezu alle Formen bringen lässt. Ein im Kern altes Verfahren, das im Garten- und Landschaftsbau bislang aber noch wenig verwendet wird – und dabei ließen sich so beispielsweise unschöne Betongaragenwände leicht verblenden. Journalist Marc Vorwerk stellt das System vor.
www.flexstone.de
Wachs als Schutzpanzer Terrassen aus „Dauerholz“
Getränkt, nicht gestrichen – mit einer „neuartigen
Wachskonservierung“ sollen h
eimische Hölzer wie Kiefer, Birke oder Pappel „beständig wie Tropenholz werden“. Die Idee dafür hatte ein Hamburger Tischlermeister, in industriellem Maßstab wird sie nun in Dabel in Mecklenburg-Vorpommern auf einem ehemaligen Militärgelände umgesetzt. Das Unternehmen „Dauerholz“ wurde 2005 gegründet, derzeit beschäftigt es in Hamburg und Dabel insgesamt etwa 50 Mitarbeiter. Was es mit dem Wachsholz auf sich hat, das haben wir bei dem Hersteller nachgefragt.www.dauerholz.de

Wohlfühl-Skulpturen
Der Bildhauer Guido Hofmann erfindet die Sitzkultur neu. Seine Sessel und Liegen aus Stein schaffen eine besondere Atmosphäre im Eingangsbereich eines Unternehmens wie im kreativen Garten. Monumentale Blickfänge der außergewöhnlichen Art– und dabei durchaus bequem.
Porträt
Der „große Wurf“ ist zu wenig
Professor Reiner Schmidt startete die Aktion
„Stadt als Campus“ zur LaGa in Aschersleben

Professor Reiner Schmidt von der Hochschule Anhalt ist sich sicher: Das Berufsbild des Landschaftsarchitekten entwickelt sich weiter. Seine Studenten möchte der Professor auf diese neuen Aufgaben vorbereiten – beispielsweise über Projekte, die die Hochschule Anhalt auf der Landesgartenschau in Aschersleben realisierte.
Professor Reiner Schmidt, Dozent für Stadt- und Freiraumentwicklung am Hochschulstandort Bernburg, sieht die Beteiligung der Hochschule an der LaGa als einen Mosaikstein einer „aktivierenden Stadtentwicklung“ an. Für ihn wandelt sich das Berufsbild der Landschaftsarchitekten hin zu dem „kreativen Stadtmacher“. Was er darunter versteht und wie er die Aufgaben der Hochschule Anhalt in Zukunft sieht, darüber sprach er mit JournaIistin Iris Anger. Das Interview lesen Sie in der Juli-Ausgabe der
TASPO-GartenDesign.
Titelstory
Alter Ton – und neue Klänge
Die Antica Fornacia di Terracotte Poggi Ugo in Impruneta
Ein großer K
reis aus Terracotta umspannt den Blick in eine klassische toskanische Landschaft mit schlanken Zypressen, silbrigen Oliven und grünen Weinstöcken. Mit über sieben Metern Durchmesser ist er Symbol für die Positionierung eines der ältesten Materialien der Menschheit in der Moderne und eine Herausforderung an Technik und Präzision in der Herstellung. Der Ring steht vor einer der ältesten Brennereien am Ortsrand von Impruneta, einem kleinen Ort südlich von Florenz, dessen Name verknüpft ist mit weltweit einmaliger Terracotta von unverwechselbarer Charakteristik. Die Antica Fornacia di Terracotte Poggi Ugo stellt mit jahrhundertealten Techniken Töpfe, Ölkrüge, Reliefs und Gefäße ausschließlich in Handarbeit her, die ihren Ursprung in der Renaissance haben und heute klassischen wie modernen Ansprüchen entsprechen. Das große Spektrum der Formen ist wie eine Zeitreise durch italienische Geschichte von Gärten und Palästen. Dabei braucht, wie Landschaftsarchitektin und Journalistin Stephanie Knoblich in Italien erfuhr, wer aus gutem Ton exzellente Produkte herstellen will, neben viel Erfahrung vor allem eines: Zeit, Zeit und nochmals Zeit. EIn Bericht über eine Handwerkskunst mit langer Tradition, die sich dabei aber auch neuen Designideen nicht verschließt.www.poggiugo.it
Gestalten mit Pflanzen
Blumenzwiebeln: Ein Versprechen, das gehalten wird

Nach den langen trüben Wintermonaten ist das Bedürfnis nach Farbe besonders groß und das Grünen und Wachsen in den Gärten wird so aufmerksam beobachtet wie zu keiner anderen Zeit. Das ist die Hochzeit der Blumenzwiebeln und -knollen. Im Frühjahr können sie ihr Potenzial voll ausspielen. Ab März/April – manche Geophyten auch früher – bringen sie Farbe in die Gärten und verlängern so den Blühzeitraum übers Jahr. Wer sich also im nächsten Frühjahr an den frühen Blüten erfreuen möchte, sollte sich schon jetzt mit dem Thema Blumenzwiebeln beschäftigen. Wie vielseitig sie verwendet werden und wie unterschiedlich sie wirken können, zeigen Beispiele aus niederländischen Frühlingsgärten in der Provinz Overijssel rund um die Stadt Zwolle, aufgenommen Mitte April diesen Jahres., die Journalistin Marion Sippel-Boland in Wort und Bildern vorstellt.
www.mienruys.nl/tuinenhtml/index.htm
www.tuinharrypierik.nl
www.locusflevum.nl
Pieris-Sorten im Vergleich
Neue Züchtungen beleben das Sortiment
Obwohl die M
eldungen über einen Netzwanzenbefall in den letzten Jahren zunehmen, erfreuen sich Pieris weiterhin großer Beliebtheit. Das Sortenspektrum hat sich stark vergrößert. Im Rahmen einer über vier Jahre laufenden Sichtung an der LVG Bad Zwischenahn wurde der Gartenwert von 32 Pieris-Arten und -sorten überprüft. Wie stark er durch einen Netzwanzenbefall bei den einzelnen Sorten beeinträchtigt wird, spielte dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle.Björn Ehsen von der LVG Bad Zwischenahn, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, stellt die Ergebnisse vor.
Urban Design
Der Drei-Schichten-Park

Im Frankfurter Brentanopark liegen Elemente aus Romantik/Klassizismus, Neuer Moderne und Gegenwart in Zeitschichten übereinander. Nach der Sanierung ist das Gartendenkmal „fit“ für die Zukunft und bleibt ein interessantes Gesamtkunstwerk. Landschaftsarchitekt und Journalist Thomas Herrgen fasst die Entwicklung des Parks zusammen und stellt das Ergebnis der aktuellen Parksanierung vor.
www.frankfurt.de
www.petrihaus.de
www.familie-brentano.de
Eingeladen
Ein Messegarten zum Feiern
Einen Messe
auftritt und ein 20-jähriges Firmenjubiläum in einem Geschäftsjahr organisatorisch unter einen Hut zu bringen bedurfte einer kreativen Lösung, denn „Geht nicht, gibt's nicht“ bei der Firma Thomas Heumann in Weinstadt. Die Lösung: Man packe das eine in das andere und schlage gekonnt zwei Fliegen mit einer Klappe - und lade seine Gäste einfach auf der Messe zum Feiern ein. Journalistin Petra Reidel über ein gelungenes Firmenevent.Labels: aktuelle_ausgabe


